Obdachlosenhilfe

Tausende Menschen in Berlin sind obdachlos. Sie übernachten in Parks, unter Brücken oder Unterführungen. In den Wintermonaten bewegen sich die Temperaturen in Berlin oft unter dem Gefrierpunkt wodurch die Menschen Gefahr laufen zu erfrieren oder schwer zu erkranken. Aber auch an heißen Tagen, wie wir Sie 2018 schon im Frühling immer wieder erlebten, besteht die Gefahr von Dehydrierungen oder Sonnenstichen. Besonders prekär: in dieser Jahreszeit fahren keine Kältebusse mehr durch die Straßen wodurch die obdachlosen Menschen auf sich alleine gestellt sind.

Um die obdachlosen Menschen vor den Folgen extremer Kälte und Hitze zu schützen, setzt die apardo-Unternehmensgruppe seit dem 22. Januar 2018 einen Bus in der Obdachlosenhilfe ein. Der vollständig von der apardo-Unternehmensgruppe finanzierte und betriebene Bus ist vor allem in der City West im Einsatz und versorgt die Menschen dort – je nach Jahreszeit mit warmer Kleidung, Wasser, Tee, Hygieneartikeln sowie Isomatten und Schlafsäcken. Obdachlose, die in eine Notunterkunft gefahren werden möchten, werden dort hingefahren.

Streetworking – Kooperation mit City West hilft

In der Außenwirkung hat sich der Berliner U- und S-Bahnhof Zoologischer Garten seit den 90er Jahren deutlich gewandelt. Doch trotz erhöhten Polizeieinsatzes und aufwändigen Modernisierungsmaßnahmen ist der „die City West“ auch heute noch Anlaufstelle für hunderte obdachloser Menschen, die nicht selten vielgestaltige Probleme in den Bereichen Gewalt, Prostitution, Alkohol- und Drogenabhängigkeit mitbringen.
Psychische Erkrankungen (zu denen auch Substanzmissbrauch und -abhängigkeit zählen) sind bei wohnungs- und obdachlosen Menschen eher die Regel als die Ausnahme. Deshalb plant die apk gGmbH mit dem Projekt „City West hilft“ eine Kooperation mit der Bahnhofsmission, bei der wir mit qualifiziertem Personal auf die psychosozialen Belange der Obdachlosen in der Bahnhofsmission eingehen. Das Leistungsspektrum sieht vor, dass PsychologInnen und SozialbetreuerInnen des apk, wenn nötig mit SprachmittlerInnen, den Betroffenen mit Empathie, Verständnis und niedrigschwelligen Gesprächsangeboten begegnen.

Einfache Diagnostik und Weitervermittlung an Organisationen, Entzugskliniken, Versorgungs- und Schutzräume oder andere Beratungsstellen soll die hilfebedürftigen obdachlosen Menschen dabei unterstützen, erfolgreich Hilfe in Anspruch zu nehmen. Psychologische Betreuung wird durch Krisengespräche und Krisenintervention sowie Motivationsgesprächen zur Verhaltensänderung (im Sinne des Motivational Interviewing nach Miller und Rollnick)  von qualifiziertem Personal direkt vor Ort geleistet.