Frauenwohnprojekt im Haus 11

In unserem geschützt und idyllisch gelegenen Frauenwohnprojekt ‚Haus 11‘ betreuen wir besonders schutzbedürftige Frauen mit ihren Kindern. Ähnlich unserem Familienwohnprojekt im Haus 23, haben die bei uns lebenden Frauen aufgrund einer Kette von schwerwiegenden (Gewalt-) Erlebnissen und traumatischen Erfahrungen in ihrem Leben ihre subjektiv empfundene Selbstständigkeit und ihren Lebensmut verloren.

Bei unserem Haus 11 handelt es sich um ein bezugsfertiges Mehrfamilienhaus mit drei Etagen (3 separate Wohnungen zu je ca. 110 qm) und eigenem Garten. Hier haben 15 Personen (alleinstehende Frauen, Mütter und ihre Töchter; Söhne bis 14 Jahre) die Möglichkeit, über einen Zeitraum von bis zu 10 Monaten engmaschig betreut werden. In dieser Zeit soll der Grundstein für eine erfolgreiche (Re-) Integration in die Regelgesellschaft gelegt werden. Eine Sozialpädagogin, eine Psychologin und Verwaltungspersonal sind täglich vor Ort um dieses Ziel zu erreichen. Unsere psychologischen Psychotherapeutinnen und Kinder und Jugendlichenpsychotherapeutinnen vereinbaren mit Personen, die eine psychische Instabilität aufweisen – entweder vor Ort oder in den Praxisräumen des apardo Kompetenzzentrums- regelmäßig Gesprächstermine.

Gleichberechtigung und Frauenrechte

Je nach ethnischem Hintergrund, werden einige der bei uns lebenden Frauen und Mädchen durch unsere einfühlsamen Sozialpädagoginnen und Psychologinnen behutsam an ihre, auf geschlechtsunabhängiger Gleichberechtigung basierenden, Rechte herangeführt. Die Frauen und Mädchen erhalten ein stärkeres Selbstbewusstsein und werden darauf vorbereitet, ihre Position in der Gesellschaft zu finden. Für diesen Prozess schaffen wir einen Rahmen, in welchem sich die Frauen außerhalb ihrer früheren, meist patriarchalen Familienstruktur öffnen können. Durch Bindungs- und Vertrauensarbeit kann unter Einbeziehung theaterpädagogischer Ansätze eine erste Bewusstwerdung über das Selbstbild als Frau und die Reflektion neuer Perspektiven stattfinden.

Im Haus 11 ist die apardo-Frauenbeauftragte, Frau Dr. Cirami, gemeinsam mit Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen in Kooperation mit bekannten Frauenrechtlerinnen, BIG e.V., LARA e.V. und der Frauenbeauftragten der Charité Berlin für die Betreuung und das Empowerment der Frauen verantwortlich. Darüber hinaus bestehen aktive Kooperationen mit der bekannten Journalistin und Frauenrechtlerin Frau Güner Balci.